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aktualisiert am 09. August 2020

ISBN 9783868535969

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978-3-86853-596-9, Reihe Pflegewissenschaften

Markus Mai
Das Sturzrisiko von Patienten im Krankenhaus - Entwicklung eines konstruktvaliden Sturzrisiko­einschätzungs­instruments unter dem Einsatz von Modellen aus dem Bereich der probabilistischen Testtheorie

256 Seiten, Dissertation Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (2010), Hardcover, B5

Zusammenfassung / Abstract

Die vorliegende Veröffentlichung befasst sich mit der Fragestellung, inwieweit zur Entwicklung von Sturzrisikoassessmentinstrumenten in Krankenhäusern auch Modelle aus dem Bereich der probabilistischen Testtheorie genutzt werden können. Hierzu wurde anhand einer 2.001 Personen umfassenden Stichprobe das dichotome Rasch-Modell sowie die latente Klassenanalyse eingesetzt. Für letztere wurde im Rahmen der Studie ein neues Verfahren entwickelt mit dem eine explorative Herangehensweise möglich ist.

Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass ein summenorientierter Ansatz, wie er üblicherweise bei pflegerischen und medizinischen Assessmentinstrumenten zur Risikoeinschätzung verwendet wird, nicht den gewünschten Erfolg zeigt. Alle anhand des Rasch-Modells vorgenommenen Optimierungsversuche an dem zugrunde liegenden Itemset führten nicht zu modellkonformen Ergebnissen.

Bei der Anwendung der explorativen latenten Klassenanalyse zeigten sich jedoch Itemkombinationen mit deren Hilfe die Abbildung eines konstruktvaliden Sturzrisikoassessments möglich ist. So konnte mit den Items "Einschränkung im Verstehen, Behalten, Mobilitätseinschränkung, Sensibilitätsstörung und Harnableitung ein valides Instrument entwickelt werden dass mit vergleichsweise niedrigem Aufwand eine Sturzrisikoeinschätzung von Patienten in normales und erhöhtes Sturzrisiko ermöglicht. Dabei spielt das Item "Mobilitätseinschränkung" die dominanteste Rolle.

Die Erkenntnisse der Forschungsarbeit reichen weit über das Spektrum der Sturzrisikoeinschätzung hinaus. Mit den gefundenen Ansätzen ist es möglich, auch weitere Risikoskalen im Bereich von Pflege und Medizin wie beispielsweise Dekubitusrisikoassessments neu zu ent-wickeln bzw. im Hinblick auf ihre Konstruktvalidität zu testen.