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aktualisiert am 23. Mai 2018

ISBN 9783843912235

Euro 72,00 inkl. 7% MwSt


978-3-8439-1223-5, Reihe Medizin

Andrea Köser
Molekularzytogenetische Charakterisierung von Bruchereignissen in der Chromosomenregion 8q24 mit Beteiligung des MYC-Gens bei hämatologischen Neoplasien

114 Seiten, Dissertation Universität Kiel (2013), Hardcover, A5

Zusammenfassung / Abstract

In der durchgeführten Arbeit wurden Patienten mit verschiedensten hämatologischen Neoplasien untersucht. Mittels molekularzytogenetischer Untersuchungen, speziell anhand der Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) konnten von anfänglich 20 Fällen mit einem Bruchereignis im MYC-Genort 10 vollständig analysiert werden. Anhand der FISH und der vergleichenden Genomhybridisierung (Array-CGH), wurden die selektierten Patientenfälle bezüglich potentieller Translokationspartner des MYC-Gens weiter untersucht, um so die vorliegenden Bruchereignisse zu identifizieren. Alle Fälle wurden mit DNA-Sonden für die wichtigsten IG-Partner und Non-IG-Partner des MYC-Gens untersucht, nämlich für die Gene IGH, IGK, IGL sowie BCL6, PAX5 und ferner für die Gene FGFR1 und CEBPD. So konnten zwei Fälle mit einer Translokation t(3;8) mit Involvierung der Gene MYC in der Chromosomenregion 8q24 und BCL6 in der Chromosomenregion 3q27 charakterisiert werden. Außerdem konnte in einem Fall eine Translokation der Gene MYC und IGL in der Chromosomenregion 22q11 nachgewiesen werden. Abschließend wurden noch zwei Fälle mittels einer vergleichenden Genomhybridisierung (Array-CGH) bezüglich einer interstitiellen Deletion untersucht. Beide Fälle zeigten in der molekularzytogenetischen Untersuchung ein Bruchereignis im MYC-Genort sowie eine Deletion am q-Arm des Chromosoms 8. Zusätzlich waren beide Patienten an einem Myelodysplastischen Syndrom (MDS) erkrankt. Eine Analyse mit einer DNA-Sonde, die speziell das Gen CEBPD überspannt, konnte keinen Hinweis auf ein Bruchereignis in der Genregion 8q11 geben. Die anschließende Array-CGH zeigte, dass es sich in beiden Fällen um eine Deletion handelte bzw. in einem Fall noch um eine zusätzliche Trisomie 8. Bei den verbleibenden 7 Fällen konnte kein bekannter Partner identifiziert werden. Hier könnte es sich möglicherweise um neue, bisher unbekannte Translokationspartner des MYC-Gens handeln.