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aktualisiert am 17. Mai 2019

ISBN 9783843916905

Euro 84,00 inkl. 7% MwSt


978-3-8439-1690-5, Reihe Pharmazeutische Technologie

Matthias Schwerdtfeger
Untersuchungen zur Redispergierbarkeit pharmazeutischer Suspensionen und zur Gleichförmigkeit der Dosierung

311 Seiten, Dissertation Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (2014), Hardcover, A5

Zusammenfassung / Abstract

Die Dosiergenauigkeit von Suspensionszubereitungen hängt im Wesentlichen davon ab, ob die durch Schütteln übertragene Energie zur Zerteilung der Agglomerate, Flocken und Sedimente, welche während der Lagerung aufgrund physikalischer Instabilität entstehen, ausreicht.

Für die Untersuchung der Redispergierbarkeit von Suspensionszubereitungen wurde eine computergesteuerte Schüttelmaschine entwickelt, auf der beobachtete Schüttelprofile dargestellt werden können. Der auf der Schüttelmaschine simulierbare Frequenz-Amplitude-Raum deckt dabei 80% des beobachteten Bereiches ab.

Die durchgeführte Studie zum Schüttelverhalten potentieller Anwender pharmazeutischer Suspensionen zeigte, dass die Schüttelintensität sowie die Amplitude der ausgeführten Bewegung ab einem Alter von 50 Jahren abnehmen. Daher ist es sinnvoll, Suspensionen, die vorwiegend von älteren Patienten angewendet werden, gesondert zu betrachten. Die beobachtete Schüttelbewegung war bei 90% der Probanden sinusförmig. Das Verhältnis der mittleren Beschleunigungen in positiver und negativer Richtung beträgt im Mittel 1 zu 1,25. Aufgrund dieser Beobachtungen wurde ein normiertes Beschleunigungsprofil gebildet, das als Modell zur Überprüfung der Redispergierbarkeit vorgeschlagen wird. Dieses Modell (Amplitude: 2,5 cm, Frequenz: 5 Hz, Intensität: 53m²s-3, 7 Zyklen) wurde anhand des 5. Perzentils der Schüttelintensität und der Anzahl Schüttelzyklen sowie dem Median der Frequenz der Beobachtungen festgelegt. Die so erstellte standardisierte Methode zur Redispergierung von Suspensionszubereitungen kann daher als praxisnah und repräsentativ betrachtet werden.

In der vorliegenden Untersuchung wurde gezeigt, dass handelsüblicher Amoxicillin-Trockensaftpräparaten von 95% ihrer potentiellen Anwender redispergiert werden können. Ein Einfluss der Faktoren Intensität, Amplitude und Frequenz auf den Gehalt der Einzeldosen konnte nicht gezeigt werden. Bei einem Füllungsgrad kleiner 25% wurde der Wirkstoffgehalt nachhaltig von den zuvor entnommenen Einzeldosen beeinflusst.