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aktualisiert am 20. Mai 2019

ISBN 9783843918862

Euro 72,00 inkl. 7% MwSt


978-3-8439-1886-2, Reihe Tiermedizin

Christine Redeker
Untersuchungen an pankreasgangligierten Miniaturschweinen zu Auswirkungen einer Enzymdosierung auf der Basis der mahlzeitenabhängigen Fettaufnahme bei Verwendung üblicher Lebensmittel

161 Seiten, Dissertation Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (2014), Softcover, A5

Zusammenfassung / Abstract

Patienten mit einer exokrinen Pankreasinsuffizienz (EPI) sollten zur Therapie der häufig auftretenden Maldigestion und Malabsorption Pankreasenzympräparate mit jedem Essen substituieren. Zum jetzigen Zeitpunkt ist - neben einer Dosierung pro Mahlzeit - eine Ableitung der nötigen Enzymmenge der Multienzymprodukte (enthalten neben Lipase auch Proteasen und Amylase) etabliert, die sich an der mit der Mahlzeit aufgenommenen Fettmenge (g) und der im Enzymprodukt enthaltenen Lipaseaktivität (I.E.) orientiert. Daraus folgt, dass bei Aufnahme von fettarmen Mahlzeiten die Enzymmenge insgesamt reduziert ist, und zwar ohne Berücksichtigung der parallelen Aufnahme von Protein und Stärke mit dieser Mahlzeit. Neben einer Normalisierung der Fettverdauung wird bei EPI-Patienten aber auch eine Erhöhung der Verdaulichkeit von Protein- und Stärke angestrebt.

Vor diesem Hintergrund sollte in der vorliegenden experimentellen Studie mit pankreasgangligierten (PL) Schweinen erstmalig primär die Frage geprüft werden, ob bei fettarmen Gerichten auch noch eine ausreichende Zufuhr von Protease und Amylase gewährleistet ist, wenn die empfohlene Enzymdosierung sich nur an der Fettaufnahme orientiert.

Zur Simulation dieser besonderen Bedingungen in der Ernährung und Enzymtherapie beim Menschen erhielten PL-Schweine das erste Mal sowohl fettreiche, als auch fettarme Lebensmittel, um die scheinbare praecaecale Rohfett- (Rfe), Rohprotein- (Rp) und Stärke- Verdaulichkeit zu bestimmen. Die Zusammensetzung der Versuchsmahlzeiten der PL- Schweine entsprach damit exakt den Ernährungsgewohnheiten von Menschen. Es wurden also nicht wie bisher „Futtermischungen“ verwendet, sondern Lebensmittel (-Kombinationen) aus dem Handel, die sich an der üblichen Ernährungsweise des Menschen im Tagesablauf (Frühstück, Mittagessen, Zwischenmahlzeit (Kekse), Abendbrot) orientierten. Jede Mahlzeit wurde sowohl in einer fettreichen, als auch in einer fettarmen Variante geprüft.