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aktualisiert am 13. März 2019

ISBN 9783843929233

Euro 84,00 inkl. 7% MwSt


978-3-8439-2923-3, Reihe Informatik

Daniela Pöhn
Architektur und Werkzeuge für dynamisches Identitätsmanagement in Föderationen

565 Seiten, Dissertation Ludwig-Maximilians-Universität München (2016), Softcover, A5

Zusammenfassung / Abstract

Federated Identity Management (FIM) hat die Motivation, Identitätsdaten eines Benutzers von einer Heimatorganisation, d.h. Identity Provider (IdP), einem Dienstbetreiber, Service Provider (SP) genannt, bereitzustellen. Dies ermöglicht zum einen die Vermeidung von Redundanzen und Inkonsistenzen und zum anderen kann der Benutzer viele weitere Dienste nutzen, ohne sich zusätzliche Benutzerkonten merken zu müssen. Mit der Security Assertion Markup Language (SAML) und dem Protokoll OpenID Connect haben sich in Wirtschaft und Research & Education (R&E) zwei Standards etabliert. Durch die vermehrte Vernetzung zeigen sich zunehmend die Grenzen der aktuell eingesetzten Architektur.

In dieser Arbeit wird zunächst eine umfangreiche Anforderungsanalyse anhand verschiedener Szenarien durchgeführt, die unterschiedliche Perspektiven auf die Architektur und ihre Anforderungen ermöglicht. Die Schwerpunkte dieser mehr als 70 strukturierten und gewichteten Anforderungen liegen dabei auf der Automatisierung und der Skalierbarkeit, Vertrauen sowie der Interoperabilität. Zudem sollen organisatorische Randbedingungen wie Sicherheits- und Datenschutzaspekte eingehalten werden.

Im Rahmen eines umfassenden, gesamtheitlichen Architekturkonzepts wird anschließend eine Managementplattform für dynamisches Federated Identity Management erarbeitet. Neben der Spezifikation des orchestrierten, technischen Metadatenaustausches, der den bestehenden Ansätzen fehlt, fokussiert diese Arbeit auf die organisatorische Eingliederung hinsichtlich des IT Service Managements. Hierbei liegt der Fokus auf Security Management und Change Management. Zur Kompensation weiterer Defizite bisheriger Ansätze werden zwei zusätzliche Werkzeuge spezifiziert, die auf eine optimierte Interoperabilität bestehender FIM-Systeme sowie die Automatisierung und Skalierbarkeit existierender Abläufe abzielen.

Eine Beschreibung der prototypischen Implementierung der Managementplattform und der Werkzeugkonzepte mit einer Diskussion ihrer Skalierbarkeit und die methodische Anwendung auf ein realistisches Szenario runden diese Arbeit ab.