Datenbestand vom 17. April 2026
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aktualisiert am 17. April 2026
978-3-8439-5744-1, Reihe Informatik
Joachim Schramm Semantisch valide Integration von Entwicklungsprozessen und Toolketten
203 Seiten, Dissertation Technische Universität Clausthal (2026), Softcover, A5
Um konkurrenzfähig zu sein, müssen softwareentwickelnde Organisationen flexibel auf die Markbedürfnisse und -anforderungen reagieren und dabei auch Herausforderungen wie Qualitätsziele, Kosten-, Zeitvorgaben und wachsende Komplexität nicht vernachlässigen. Um das zu erreichen, führen sie standardisierte Prozesse ein, die sich durch Toolketten abbilden lassen können. Dabei entstehen auch Herausforderungen. Z. B. werden die vom Prozess vorgegebenen Abläufe und Qualitätsanforderungen an Arbeitsergebnisse nicht zwangsläufig durch Tools erfüllt, so dass diese nachträglich daraufhin überprüft werden müssen. Außerdem kann es passieren, dass bei der Modellierung von Prozess- und Toolketten jeweils zugehörige Elemente aufeinander abgebildet werden, die von ihren Reihenfolgen gar nicht möglich sind. Ziel dieser Dissertation ist es aufgrund der dargestellten Probleme einen Integrationsansatz zu beschreiben, der Prozesse auf Toolketten in Softwareprojekten abbildet. Es soll dabei möglich sein auf Basis von Abbildungsrestriktionen zu überprüfen, ob ein Prozess valide mit einer Toolkette abgebildet ist. Zusätzlich wird ein Mechanismus etabliert, der kontrolliert, ob die strukturellen Anforderungen eines Prozesses von der Toolkette erfüllt werden. Die tatsächlichen Ergebnisse der Tools werden auf inhaltliche Korrektheit, Semantik und Vollständigkeit überprüft. Als Lösungsgrundlage wird ein gemeinsames Metamodell definiert, mit dem sich sowohl die Toolebene als auch die Prozessebene mit ihren jeweils zugehörigen Elementen beschreiben und mit Hilfe der Abbildungsebene verbinden lässt. Es werden Restriktionen aufgestellt, die bei der Abbildung immer gelten müssen. Außerdem wird erläutert, wie Projektergebnisse geplant, gespeichert und an definierten Zeitpunkten auf Basis der semantischen Beschreibung in sogenannten Quality Gates durch eine hybride Validierung überprüft werden. Die Kernkonzepte dieser Arbeit wurden im Rahmen des Projekts TOPWATER implementiert und evaluiert.