Datenbestand vom 17. August 2026
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aktualisiert am 17. August 2026
978-3-8439-5799-1, Reihe Biologie
Tanja Christine Mönch Molekulargenetische Analysen der H-vermittelten Regulation des Notch-Signalwegs in Drosophila melanogaster
203 Seiten, Dissertation Universität Hohenheim Stuttgart-Hohenheim (2025), Softcover, A5
Die präzise Regulation des Notch-Signalwegs durch Aktivator- und Repressorkomplexe steuert sämtliche Entwicklungsprozesse in D. melanogaster. Als molekularer Schalter fungiert der Transkriptionsfaktor Suppressor of Hairless (Su(H)), der im inaktiven Zustand an den Hauptantagonisten Hairless (H) bindet. In dieser Arbeit wurden die in-vivo-Auswirkungen spezifischer, mittels genomic engineering integrierter H-Mutationen, welche entweder die hydrophobe Su(H)-Bindung oder die subzelluläre Lokalisation des Repressorkomplexes stören, untersucht. Vorherige Studien zeigten bereits, dass die mutanten H-Allele die Interaktion mit Su(H) sowie den Kerntransport des Komplexes unterschiedlich stark beeinträchtigen. Dies führt zu einem entsprechend variierenden Verlust der H-Repressoraktivität.
Es wurden die Effekte dieser Defizite auf den Phänotyp, insbesondere auf die Borsten- und Flügelentwicklung, die Lebensfähigkeit, Fertilität, Orientierungs- und Lokomotionsfähigkeit, sowie auf ausgewählte Gehirn- und Darmzellen genauer betrachtet. Alle untersuchten H- Mutationen verursachten typische Notch-Funktionsgewinn Phänotypen, deren Ausprägung mit der in vorherigen Studien bestimmten verbleibenden Interaktionsstärke zu Su(H) bzw. der Einschränkung des Kerntransports korrelierte.
Zwei schwache Allele zeigten im Borstenphänotyp deutliche Unterschiede: während das Su(H)-bindungsdefekte Allel die Differenzierung der beiden äußeren Borstenzellen nicht beeinflusste, führte das lokalisationsdefekte Allel, durch die Fehlaktivierung des Notch-Signalwegs in der Schaftvorläuferzelle, zu einer Transformation von Schaft- zu Sockelzelle. Dies könnte durch einen unterschiedlichen Einfluss der H-Allele auf die Stabilität und Verfügbarkeit von Su(H) erklärt werden. Die Ergebnisse dieser Arbeit liefern somit neue Einblicke in die Regulation des N-Signalwegs.