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aktualisiert am 18. September 2019

ISBN 978-3-8439-0096-6

Euro 60,00 inkl. 7% MwSt


978-3-8439-0096-6, Reihe Tiermedizin

Nicole Übel
Untersuchungen zur Schmerzreduktion bei zootechnischen Eingriffen an Saugferkeln

120 Seiten, Dissertation Ludwig-Maximilians-Universität München (2011), Softcover, A5

Zusammenfassung / Abstract

In der vorliegenden Untersuchung werden Auswirkungen der gemeinsamen Durchführung von Kastration, Schwanz kupieren und der Kennzeichnung mittels Ohrmarken sowie die Möglichkeit einer kombinierten Verabreichung von Meloxicam (Metacam® 5 mg/ml, Fa. Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH, Ingelheim, 0,4 mg/kg KGW, i.m.) und Eisen (belfer® 100 mg/ml, Fa. Bela-Pharm GmbH & Co.KG, Vechta, 100mg Fe3+/kg KGW, i.m.) in einer Mischspritze zur Reduktion der Schmerzen untersucht. Als Untersuchungsparameter dienten zum einen die Cortisolkonzentrationen vor, eine halbe, eine, vier und 24 Stunden danach und die Katecholaminkonzentrationen, die vor und unmittelbar nach den Injektionen und Eingriffen gemessen wurden. Zusätzliche Blutproben wurden am siebten, 14. und 21.Versuchstag zur Bestimmung der Eisenkonzentration entnommen. Die Tageszunahmen der Ferkel wurden bis vier Tage nach Durchführung der Maßnahmen ermittelt und die favorisierte Zitzenposition am Gesäuge vor und nach den Eingriffen erhoben. Im Teilversuch 1 (TV1: Gruppen 1-7) wurden insgesamt 276 und im Teilversuch 2 (TV2: Gruppen 1 und 4-6) 86 drei bis vier Tage alte, klinisch gesunde, männliche Ferkel randomisiert den sieben Versuchsgruppen zugeteilt. Eine Handlingsgruppe (1/H), bei der die Ferkel lediglich fixiert wurden und eine unbehandelte Kastrationsgruppe (2/K) dienten als Kontrollgruppen. Alle Gruppen erhielten Eisendextran. Bei Gruppe 4 (KSO) wurden alle drei zootechnischen Maßnahmen ohne Analgesie durchgeführt. Zwei Gruppen wurden unter Schmerzmittelgabe kastriert (3/K+M und 7/K+Mi) und an zwei weiteren wurden unter Analgesie alle zootechnischen Eingriffe durchgeführt (5/KSO+M und 6/KSO+Mi). Die Applikation der Präparate erfolgte bei allen Tieren eine halbe Stunde vor weiteren Manipulationen. Je nach Versuchsgruppe wurden den Ferkeln die Präparate entweder getrennt voneinander in jeweils eine Halsseite oder als Mischspritze mit beiden Präparaten verabreicht. Die Verträglichkeit der Mischspritze wurde klinisch, adspektorisch und palpatorisch, zwei, vier und acht Stunden nach Applikation beurteilt. Weitere Kontrollen erfolgten einmal täglich.